Review: A Fantastic Fear Of Everything

movie_a_fantastic_fear_of_everythingHarold: „You’re a hedgehog – like me!“

Eigentlich mag ich ja typische Horrorfilme nicht, da sie sich anfühlen wie eine nach Aufmerksamkeit hechelnde Geisterbahn. Da es aber auch eine Komödie mit Simon Pegg ist, entschloss ich mich dazu, den Streifen anzusehen.

Jack verfasst Screenplays und Bücher über Massenmörder. Dabei hat er sich so tief in die Materie eingearbeitet und sozial isoliert, dass es immer wieder zu Angstzuständen durch Paranoia führt. Er entwickelt wilde Phantasien und Theorien, dass er ermordet werden soll. Diese sind wirr, abgedreht logisch durchdacht, führen ihn in die außergewöhnlichsten Situationen und machen sein Alltagsleben unmöglich. Er hat ein Kindheitstrauma von Waschsalons, das er angehen muss, um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Ich mag Simon Pegg und seine Filme, aber ich versuche etwas neutral an die Sache zu gehen.
Wir bekommen in dem Film einen tiefen Einblick in Jacks Psyche, und der ein oder andere wird sich beim Anblick des Chaos erschrecken. Nach dem Schreck ist aber vieles faszinierend und interessant. Es ist durchdacht und seine Gedankengänge und Wahnvorstellungen werden nicht nur in Fetzen dargestellt sondern passen glaubhaft zum Charakter und fügen sich größtenteils gut in die Story ein. Als Liebhaber des Peggschen schwarzen und schrillen Humors kommt man gut auf seine Kosten. Die Situationskomik wird durch den Übergang der Horrorphantasien in die Realität sehr gut bedient. Aber auch in unerwarteten Situationen werden uns Zitate wie „I never ment to become a children’s author. It was a terrible mistake!“ serviert. Waschsalonbesuch gepaart mit großen Küchenmessern ist ebenso eine zum Untergang geweihte Expedition.

Gegen Ende des Films merkt man dass die Story etwas dünner wird und die psychotischen Episoden, die den Film vorher getragen haben bleiben auf der Strecke. Das letzte Viertel erscheint entweder etwas hastig abgedreht oder später hinzugefügt worden zu sein, da es sich vom Rest des Films abhebt. Es ist trotzdem durchgängig, wenn auch ungewöhnlich, und führt auf einen zentralen Part des Films hin. (Sollte in diesem Film eine Geschichte über traumatisierte Igel vorkommen, dann fände ich sie sicher klasse!)

Es kommen zwar andere Charaktere vor, aber der Film dreht sich um das Leben von Autor Jack, ist darum recht tiefgängig und kann polarisierend wirken. Hat man jedoch schon Erfahrung mit von Simon Pegg gespielten Charakteren und würde gerne weiter in das „Rabbit Hole“ einsteigen, mehr seiner eindrucksvollen Fähigkeiten als Schauspieler sehen und verzichtet auf einen Teil Action und Abwechslung, dann wird man den Film genießen.

  • Viele Referenzen und Trivia versteckt
  • Im O-Ton angucken!
  • Ganz schwache Nerven und keinen schwarzen Humor? Go watch Twilight!

Fazit: Gute Horrorkomödie. Verzwickte Storyline um einen Autor mit wirren Gedankengängen und Horrorphantasien, die ihn in abgedrehte Situationen treiben.

IMDB Wertung: 5,8 / 10
Meine Wertung: irgendwas zwischen 7 und 8

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