Das ultimative Alpha Männchen
Geschrieben von GlatzoPatzo am 18. Oktober 2007 | Abgelegt unter FromHirn2Paper
Heute ist er mir begegnet. Unvorbereitet. Mit all seiner omnipotenten Ausstrahlung. Es war eine kurze Begegnung in der Rotphase, aber die Sekunden fühlten sich wie in Zeitlupe an.
Seine Erscheinung rief bei mir gänsehautbegleitete Erinnerung an eine Mischung aus Top Gun und Adriano Celentano hervor. Er trug eine oberkörperbetonende Jacke, die mit ihrer vorteilhaften Eigenform seine ohnehin makellosen Proportionen noch mehr unterstrich. Ausgewaschenes Dunkelblau mit jeweils einem dicken roten und gelben Streifen auf den Ärmeln. Hellbraune Haare und eine used-looking Jeans rundeten seinn Look ab. Und er trug eine Sonnenbrille. Gestatten: Schwarz. Modell ganz schwarz, nicht verspiegelt. Sie schien angewachsen, nein sie war seine Augen. Die matte dunkle Farbe saugte die Umgebung auf und verstärkte das Gefühl des Zeitstillstands enorm. Der Blick war starr aber lässig auf die gegenüberliegende Fußgängerverkehrslichtanlage gerichtet, schwenkte langsam nach links, danach nach rechts, hielt kurz inne und richtete sich wieder auf die Fußgängerverkehrslichtanlage, die nach knapp 10 Sekunden immer noch dasselbe Rot zeigte.
Bei der Drehung offenbarte der Wind ausgeprägte Geheimratseckenbildung, die gekonnt ignoriert wurde – nein – die eigentlich gar nicht stattfand, allein durch diese Präsenz männlichen Selbstbewusstseins. In gebannter Beobachtung dieses Unikats bemerkte ich auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine ihm würdige Spermatozotenrezipientin – und dabei wurde mir seine wahre Größe bewusst. Hingegen üblicher Starr- und Gaaferpose übte er nicht einmal für mich typischen unauffälligen und etwas ignoranten Schweifblick durch – er gönnte ihr nicht einmal einen Hauch der Aufmerksamkeit, um ihr Verlangen ins Unermessliche zu steigern! Stattdessen vergewisserte er sich von der Übereinstimung der farblichen Signalisierung der Fußgängerverkehrslichtanlagen. Vor einer solchen Höchstleistung männlicher Intelligenz und konzentriertem Testosteron kann ich nur den Hut ziehen, wenn ich einen trüge. Darauf wartend dass sie sich bei der kommenden Grünphase die Klamotten vom Leib reist, wurde meine Ampel grün, ich fuhr in Richtung Büroalltag und werde die Fortsetzung dieser Geschichte wohl nie erfahren.
1 Kommentar »
am 21. Oktober 2007 um 16:53 1.Bea schrieb …
Von seiner Sorte gibt es doch hunderte! DU hast recht, er wird sich unglaublich begehrt vorkommen, weil Frauen ihm mit offenem Mund nachstarren!
Vor Entsetzen!