WG-Tips: Müllspotting

Geschrieben von GlatzoPatzo am 12. April 2006 | Abgelegt unter Alltagsweltuntergang

Ist schon toll wenn der Putzdienst mal 3 Wochen am Stück funktioniert.

Wenn dazu auch noch der Müll aus den überquellenden Sammelbehältern der Küche nach außen in die ein- bis dreiwöchigen Lagerungskanister befördert wurde, fragt man sich warum es genau jetzt jeder mit dem Putzen mal ernst nimmt.

Da diese Frage sowieso nicht beantwortet werden kann komme ich zum nächsten Problem in der Wertstoffentsorgungskette: wie schafft man es, dass die vollen Mülleimer zum richtigen Zeitpunkt auf die Straße bewegt werden? Der ausgehängte Jahresmüllplan legt hier zwar schon den Grundstein, aber es hat ungefähr die gleiche Bedeutung wie Schrubber und Eimer zu kaufen.

Man könnte natürlich den Müllverantwortlichen bei Nichtbefolgung der Putzdienstbefehle vors WG-Gericht stellen, aber wer weiß wie bald man dann selbst zu 4 Wochen Klodienst verdonnert wird…

Also alles beim alten und der Mitbewohner, der sein Fenster zu der Straße hat muss sich nach wie vor vom Lärm der Müllabfuhr wecken lassen, in Millisekunden erkennen um welchen Abholdienst es sich handelt, da er schon beim Nachbar steht, nur um sich dann notdürftig bekleidet in hochgeschwindigkeitsuntauglichen Birkenstockschlappen die Treppe hinunterzuwerfen, über den Hund zu stolpern und dann festzustellen, daß

  • doch schon irgendsoein übermotivierter Assi die entsprechende Mülltonne rausgestellt hat,
  • sie gerade mal 1/4 voll ist und man eigentlich ruhig weiterschlafen hätte können,
  • sie wegen der kürzlich entsorgten 3-Jahres-Sammlung der c’t ohne Schwerlastkran nicht zu bewegen ist.

Heute morgen wartete wieder mal Variante 1 auf mich .

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